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Der Fördererkreis 
30.12.2014Di23:00

Jahresbericht 2014

Die Aufseßigen, benannt nach dem Museumsgründer Hans Freiherr von und zu Aufseß, sind der junge Freundeskreis des Germanischen Nationalmuseums. Der Ableger des Fördererkreises für die Zielgruppe der Achtzehn- bis Fünfunddreißigjährigen lädt monatlich zu einer Veranstaltung der Mitglieder und Interessierten.

Das Motto lautet: Kunst und Kultur erleben – Neues entdecken – Freunde treffen.

Das Jahr begann mit Andreas Puchta M.A. und dem Format „Nie wieder keine Ahnung“. Jeder dieser Termin beschäftigt sich mit einer Epoche, ihren stilistischen Merkmalen und den wichtigsten Künstlern; in diesem Fall mit dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit. Einen Blick in die Sonderausstellung „Kunstwerke im Kleinformat – deutsche Exlibris vom Ende des 15. bis 18. Jahrhunderts“ werfen konnten Mitglieder im Februar bereits vor der offiziellen Eröffnung mit der Kuratorin Dr. Claudia Valter. Im März galt es den Gründungstag des jungen Freundeskreises mit seinem zweijährigen Bestehen zu feiern. Es folgte eine Einladung ins Neue Museum Nürnberg zu der Ausstellung „Die Weltsprache des Ornaments“ Philip Taaffe. Der Künstler war selbst in die Stadt gekommen und hielt nach der Führung einen Vortrag. Bei strahlendem Wetter im April genossen Förderer und Aufseßige gemeinsam die Abendsonne von der Dachterrasse des Sparkassen- Neubaus unweit der Kunsthalle. Eine Führung zu den Kunstwerken des Projekts „Kunst am Bau//Haus Marienstraße“ ging diesem Erlebnis voran wovon inspiriert Ende des Monats die neue Reihe „Am Werk“ gestartet wurde. In den Arbeitsräumen des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums (KPZ) konnten die Teilnehmenden mit Anna Handick ihre eigenen Exlibris in Linoleum schneiden und anschließend drucken. Alles neu macht der Mai und so lag es nahe, sich bei einer weiteren Führung „Nie wieder keine Ahnung“ mit der Renaissance und dem Frühbarock zu beschäftigen. Ein Beschreiten der „Wege in die Moderne. Weltausstellungen, Medien und Musik im 19. Jahrhundert“ folgte mit der Kuratorin Dr. Jutta Zander- Seidel, bevor eine spontane Finissage zu „Die Gumbertusbibel. Goldene Bilderpracht der Romanik“ mit Dr. Anna Pawlik organisiert werden konnte. Bei dem Besuch des Deutschen Spielearchivs am Egidienberg zeigte sich, dass sich auch Mitzwanziger umgeben von Unmengen an Spielen schwertun, bei der Sache zu bleiben. Ebenfalls vergnügt ging es beim Sommerpicknick zu. Gewohnt lässig spielte die Musikgruppe Grandessa im kleinen Klosterhof, Mitglieder sorgten für Essen und Getränke. Einladungen zu einem gemeinsamen Abend der Museumsinitiative des Neuen Museums und des Fördererkreises des Germanischen Nationalmuseums gaben viel Gelegenheit, sich auszutauschen und kennenzulernen sowie am Fördererfest selbst. Fester Programmpunkt ist der jährliche mit einer Führung verbundene Stadtrundgang. Zu dem Thema „Das ehemalige Reichsparteitagsgelände“ konnte Peggy Große M.A. von dem Verein Geschichte Für Alle e.V. für eine Geländebegehung gewonnen werden. Zurück in der Kartäusergasse ging es bei der Epochen-Reihe weiter mit „Licht und Schatten. Malerei und Kunsthandwerk im Barock“. Außergewöhnliche Einblicke boten sich in der Reihe „Hinter den Kulissen“ bei dem Besuch der Restaurierungswerkstätten. Die Früchte werden erst nächstes Jahr in der Ausstellung „In Mode. Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock“ zu sehen sein. Die beiden letzten Veranstaltungen im November und Dezember führten in die Sonderausstellungen „Von oben gesehen. Die Vogelperspektive“ mit Dr. Yasmin Doosry und „Die älteste Taschenuhr der Welt? Der Henlein-Uhrenstreit“ mit Dr. Thomas Eser.

Die Bandbreite der Veranstaltungen resultiert auch aus dem Austausch bei der Bundesinitiative Junge Freunde Kunstmuseen, dem Zusammenschluss deutscher junger Freundeskreise. Als junger Ableger des Bundesverbandes der Fördervereine für bildende Kunst e.V. wird zweimal jährlich in den unterschiedlichen Museen Deutschlands getagt. Gastgeber 2014 waren die Jungen Freunde der Staatsgalerie Stuttgart und die Aufseßigen am Germanischen Nationalmuseum. In innigster Verbundenheit an das Germanische Nationalmuseum kann auf ein reiches Jahr zurückgeblickt werden. Besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Konstantin Krüger