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Der Fördererkreis 
30.12.2019Mo23:00

Jahresbericht 2019

Jeden letzten Mittwochabend im Monat heißt es: aufseßig sein! Die Aufseßigen, benannt nach dem Museumsgründer Hans Freiherr von und zu Aufseß, sind der junge Freundeskreis des Germanischen Nationalmuseums für Museumsfreund*innen zwischen 18 und 35 Jahren.

Kunst und Kultur erleben – Neues entdecken – Freunde treffen.

 

Erstes Quartal

Das Jahr 2019 startete im wahrsten Sinne des Wortes aufseßig, da uns die engagierte Aufseßige Lisa Conrad durch die Abteilung "19. Jahrhundert" führte. Getreu dem Motto "Nur nicht den Kopf verlieren" spielten wir voller Leidenschaft eine Amazonenschlacht nach, nachdem wir uns das übergeordnete Ausstellungskonzept näher angesehen haben. Bei der Kurator*innenführung mit Frau Dr. Selheim war "Der Weg das Ziel" bei der Sonderausstellung "Wanderland. Eine Reise durch die Geschichte des Wanderns.". Die interaktive Station mit Wandergerüchen hat uns dabei richtig begeistern können! Frau Nadja Bennewitz M.A. stellte uns im März bedeutende Künstlerinnen der Moderne vor: Die Dadaistin Hannah Höch, die Architektin Margarethe Schütte-Lihotzky und die Bauhaus-Pionierin Marianne Brandt. Geballte Frauenstärke im Germanischen Nationalmuseum haben wir da!

 

Zweites Quartal

Im ersten Teil der aufseßigen Textil-Reihe haben wir uns die Kulturgeschichte des Webens in der Abteilung “Vor- und Frühgeschichte” von Frau Dr. Merthen nacherzählen lassen. Bei der Blauen Nacht waren wir auch am Start! Man konnte sich einen Ausstellungskatalog zu unserer Sonderausstellung "Helden, Märtyrer, heilige. Wege ins Paradies" und einen "Besserwisserablass" sichern, indem man Heiligenattribute richtig zuordnete. Wo spielt die Musik? Auf jeden Fall bei den Aufseßigen im Germanischen Nationalmuseum! Dr. Dominik von Roth spielte die erste Geige bei der Führung durch die Dauerausstellung "Musikinstrumente". Dicht gefolgt von Klaus Martius, der uns in der Restaurierungswerkstatt die aufwendige Ergänzungsarbeit an einer Tromba Marina zeigen konnte. Einige Tage nach dem grandiosen Fördererfest inklusive Aufseßigen-Bar, wagten wir ein Experiment im Juni, als wir einen #instawalk anlässlich der Ausstellungseröffnung zu "Abenteuer Forschung. Entdecken Sie, was wir entdecken!" veranstalteten. Schließlich wollten wir unser 2019 erstelltes Instagram-Profil auch interaktiv nutzen.

 

Drittes Quartal

Nach einem wunderbaren, feuchtfröhlichen Sommerpicknick im kleinen Klosterhof folgte der zweite Teil der Textil-Reihe: wir stellten mit der neu erlernten Technik, dem Plättchenweben, aufseßige Freundschaftsarmbänder her. Eine Wiederholung wird auf jeden Fall folgen! Der August gehörte zu unseren aktivsten Monaten, wobei man dazu sagen muss, dass wir 2019 zusätzlich zu unserem eigenen Programm bei nahezu jeder Ausstellungseröffnung dabei waren! Ganze drei Veranstaltungen standen im aufseßigen Kalender: wir hatten Museumsfreund*innen vom Erlanger Kunstpalais zu Besuch, streiften außer Haus mit Dieter Pröbster über den St. Johanisfriedhof und skizzierten bei der Finissage zu "Franz Marc Skizzenbücher. Auf dem Weg zum Blauen Reiter" mit den Urban Sketchers aus Erlangen und Nürnberg. Im September folgten "nur" zwei Veranstaltungen. Ein Kreativkurs beim Egidiusfest, bei welchem wir aufseßige Taschen bemalt haben und unser letzter Mittwochabend im Atelier von KREISkünstler*innen. Pirko Julia Schröder und Thomas May haben uns nicht nur in ihre Ateliers gelassen, wir durften auch Grashalme für Herrn Mays Grashalminstitut anfertigen.

 

Viertes Quartal

Das letzte Quartal eröffnete unser berühmt berüchtigter Herr Andreas Puchta M.A. – "Ach, wenn mirs nur gruselte"! Halloween oder Reformationstag? Wir haben beides miteinander vereint und beim Betrachten von Höllendarstellungen Unwahrheiten aufgedeckt, die Herr Puchta in seine Führung eingebaut hat. Als Belohnung fürs Enttarnen hat jede*r Aufseßige*r einen Aufseßbrief erhalten, der eine Sünde bewilligt hat. Weil es so toll ist seine Leidenschaft mit anderen zu teilen, haben wir die Artyschocken in ihrem Kunstpalais besucht. Bei einem experimentellen Kreativkurs haben wir in der Ausstellung "Grace Weaver. O.K." Videoskizzen erstellt. Gegen Ende des Jahres freuen wir uns auf eine glühweinlastige Weihnachtsfeier auf dem großen Kunstbalkon. Selbstgemachte Plätzchen, nette Gespräche und eine Führung mit Frau Dr. Claudia Merthen durch "Abenteuer Forschung. Entdecken Sie, was wir entdecken". Was will man mehr? Ein neues, vollgepacktes Jahr mit Aufseßigen-Veranstaltungen natürlich!

 

Danke

Wir sind im laufenden Jahr immerzu dankbar für die vielfältige Unterstützung, ohne die es die Aufseßigen nicht geben könnte! Vielen Dank an den Vorsitzenden Wolfgang Graf zu Castell-Castell, an die Leiterin des Referates Wissenschaftsmanagement und Marketing Frau Dr. Andrea Langer MBA und natürlich an alle Mitarbeiter*innen des Museums, die uns auf vielfache Weise unterstützen!

Unsere treuen, jungen Unterstützer*innen bilden selbstverständlich das Herzstück der Aufseßigen. Ohne ihre Spenden, ihre Themenvorschläge und ihre Offenheit könnte es unser Programm nicht geben. Wir gehen steil auf die 100 Unterstützer*innen zu, was uns alle wirklich freut! Einen besonderen Dank möchte ich den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der Orga-Gruppe zukommen lassen. Sie gestalten die Veranstaltungen aktiv mit und sind damit tolle Multiplikator*innen unserer Initiative, "Junge Freunde Kunstmuseen". Außerdem sind sie für jeden Spaß zu haben!

Als Teil der Bundesinitiative "Junge Freunde Kunstmuseen" ein Zusammenschluss deutscher junger Freundeskreise ist es uns wichtig, uns stetig mit anderen jungen Freundeskreisen auszutauschen. In diesem Jahr haben wir bei den zwei Treffen nicht nur Erfolgsgeschichten und Probleme miteinander geteilt, sondern in aktiven Gruppenarbeiten relevante Themenbereiche wie Vernetzung, Social Media oder Werbung bearbeitet. Zusammen können wir bessere Strategien entwickeln!

 

 

Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur macht nicht nur Spaß, sie ist auch enorm wichtig, damit man nicht mit Scheuklappen durch die Welt läuft. Im Germanischen Nationalmuseum gibt es viel zu entdecken. Nach jedem letzten Mittwoch im Monat verlässt man das Museum etwas aufgeweckter und fröhlicher als zuvor.  Beim monatlichen Stammtisch lässt sich dann nicht nur über das Erlebte reden, man genießt den Abend mit Freund*innen.

 

Herzlichen Dank!

Eure Lilia Ubert